4. Advent: Nicaragua

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Heute folgt das große Finale! und wir sind uns sicher, dass du solch einen Kaffee bisher noch nicht in der Hand hattest - geschweige denn getrunken hast.

Laurina - Exklusiv & selten!


Die Laurina Varietät zählt zu den exklusivsten und seltensten Varietäten, die es derzeit auf dem Kaffeemarkt gibt. Auch unter dem Namen "Bourbon Pointu" bekannt, ist sie ist eine natürliche Mutation der Bourbon Varietät.

Wahrscheinlich ist dir zuerst ihre außergewöhnliche Form aufgefallen: Die Bohne ist klein und spitz. Die Kaffeepflanze selbst erinnert an einen Weihnachtsbaum mit großen Blättern. - passend zur Jahreszeit!

Doch nicht nur ihr Aussehen macht sie so besonders: Denn aufgrund ihres sehr geringen Ertrags ist die Varietät nur schwer auffindbar. Gleichzeitig produziert die Pflanze nur etwa die Hälfte bis 1/3 des Koffeins wie eine gewöhnliche Arabicapflanze. Auch deshalb ist die Varietät so gehyped, denn es ist quasi ein Freifahrtschein, noch mehr Kaffee zu trinken – vor allem, wenn du etwas sensibler auf Koffein reagierst. Doch der niedrige Koffeingehalt macht die Pflanze auch leichter angreifbar für Insekten. Als natürliches Insektenschutzmittel schütz das Koffein die Pflanze vor natürlichen Angreifern wie Borkenkäfer. Außerdem ist sie anfällig für Kaffeerost und andere Krankheiten.

Der niedrige Koffeingehalt wirkt sich auch positiv auf den Geschmack auf: Denn Koffein selbst schmeckt eigentlich bitter. Da diese Varietät nur wenig davon produziert, wirkt sich das mit einem sehr seidigen Mundgefühl und einer cremigen Säure aus.

Familie Mierisch & La Escondida


Die Familie Mierisch gehört zu den bekanntesten Produzent:innen in Nicaragua und Honduras. Vielleicht hast du selbst schon einmal von ihnen gehört. Zu den Fincas Mierisch gehören 12 Farmen, 9 davon in Nicaragua, 3 in Honduras. Auf jeder dieser Farmen einzigartiges Mikroklima und eine besondere Bodenbeschaffenheit, wodurch sich die Bewirtschaftung und die Kaffeequalitäten deutlich voneinander unterscheiden.

Dabei war es ein Deutscher - Bruno Mierisch Böttiger, welcher im Auftrag der nicaraguanischen Regierung arbeitete und später für dafür mit nicaraguanischem Land bezahlt wurde. 1908 pflanzte er die erste Kaffeepflanze auf der Finca Las Lajas, welche heute noch in Familienbesitz ist.

Die 12 Farmen werden heute in 3., 4., und . Generation geführt. In den 1980ern fokussierte die Familie sich vom kommerziellen Kaffeeanbau hin zu der Kultivierung von Specialty Coffee. Erwin Jr., Eleane und Steve, die 4. Generation, haben die Kaffees der Familie und den nicaraguanischen Kaffee im Allgemeinen ins internationale Rampenlicht befördert. Durch ihre Beteiligung an der Organisation, Bewertung und Teilnahme am Cup of Excellence Programm seit Anfang bis Mitte der 2000er Jahre haben sie gelernt, wie viel harte Arbeit nötig ist, um einen hochqualitativen Kaffee zu produzieren. Ihr Engagement für Qualität hat seitdem nicht nachgelassen.

Die seltene Varietät Laurina kultiviert die Familie auf ihrer Farm La Escondida. La Escondida ist die Heimat ihres Varietätengartens, in dem die Familie neue Sorten testen, bevor sie entscheiden, ob es sich lohnt, sie auf einer ihrer Farmen anzubauen. Das Laurina-Lot heißt "Ojo de Agua" und ist das einzige, Lot, welches sie bewässern, weil es in der Nähe eines Flusses liegt. Dies hilft dabei die Blüte und somit die Ernte zu beschleunigen. Die Laurina ist aufgrund dieses Bewässerungssystems eine der ersten Sorten, die in einer Saison geerntet werden.

Die Aufbereitung


"Dieses Lot wurde als gewaschener Kaffee verarbeitet. Bei der Ernte wählen wir nur optimal blutrote, reife Kirschen aus. Diese werden gefloatet und dann sorgfältig mit so wenig Wasser wie möglich entpulpt. Nach der Entschalung wird der Kaffee 36 Stunden lang in Fermentationsbehältern trocken fermentiert. Wir bevorzugen die Trockengärung aus Gründen der Wassereinsparung, außerdem werden so die Schleimstoffe des Furchtfleischs schneller entfernt. Nach der Fermentation wird das Parchment mit sauberem Wasser gewaschen und zu unserer Trockenmühle transportiert.

Dort bei Don Esteban angekommen, trocknen wir nicht auf Betonterrassen, sondern legen auf dem Boden eine dicke Schicht Parchment aus, die wir dann mit einem schwarz gefärbten Polymernetz abdecken, das die Luft zwischen dem Boden und dem Kaffee durchlässt und so eine gleichmäßige Trocknung ermöglicht.

Dieses Lot trocknet auf den Terrassen etwa 2 Tage lang unter 100%iger Sonneneinstrahlung, um Übergärung oder Schimmelbildung zu verhindern. Danach werden die Bohnen auf die Hochbeete in unserem Gewächshaus verlegt, wo sie weitere 13 Tage bei 75 % Schatten getrocknet werden, bis sie eine Luftfeuchtigkeit von 11,5 % oder weniger erreichen. Insgesamt beträgt die Trocknungszeit für dieses Lot 15 Tage. Nach dem Trocknen werden sie in unser Lagerhaus gebracht, wo sie als getrocknetes Parchment ruhen, um die Feuchtigkeit zwischen allen Kaffeebohnen zu homogenisieren."

Das war sie: die wahrscheinlich leckerste Weihnachtsgeschichte


Dieses Jahr haben wir dich mit 4 spannenden Kaffees mit auf eine Reise in 4 spannende Anbaugebiete mitgenommen. Wir haben dir einige der besten Produzent:innen der Welt vorgestellt, dich ihre Geschichte schmecken lassen und dir von ihrem Herzblut erzählt.

Kaffee ist eines der spannendsten Produkte unserer Welt. Neben der langen Reise, die die Bohnen zurücklegen, braucht es viel Wissen, Sorgfalt und Know-How, um solch exzellente Tassen produzieren zu können. Die wichtigste Arbeit fängt dabei im Ursprungsland an. Deshalb ist es uns umso wichtiger, diese Arbeit der Kleinfarmer:innen sichtbar zu machen und dir zu zeigen, welchen Unterschied es macht, wenn hier viel Arbeit hineingesteckt wird.

Zum Schluss wünschen wir dir und deinen Lieben ein paar letzte entspannte Tage, mit tollen Bohnen in der Tasse und wünschen euch genussvolle Weihnachten.